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Online-Terminbuchung in die Praxis-Website einbinden.

Kurz gesagt: Am einfachsten ist ein Knopf, der zur Buchungsseite des Anbieters führt. Soll das Buchungsfenster direkt auf Ihrer Website erscheinen, laden Sie es erst, wenn jemand auf „Termin buchen“ klickt. Dann erfährt der Anbieter nur von denen, die wirklich buchen wollen.

Stand: Oktober 2026 · Orientierung, keine Rechtsberatung

Illustration: Eine Hand hält ein Smartphone mit einer Praxis-Website und tippt auf den Termin-Knopf, daneben erscheint ein Kalenderblatt.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Knopf mit Link. Ein Knopf „Termin buchen“ führt auf die Buchungsseite des Anbieters. Das ist am einfachsten, und vorher fließen keine Daten. Patientinnen und Patienten verlassen dafür kurz Ihre Website.

Buchungsfenster auf Ihrer Seite. Der Anbieter stellt ein Fenster (Widget) bereit, das auf Ihrer Website erscheint. Bequem, aber oft lädt das Script schon beim Seitenaufruf, und der Anbieter erfährt von jedem Besuch. Besser: erst nach dem Klick laden.

Plugin für WordPress & Co.. Manche Anbieter haben ein Plugin. Technisch ist das meist dasselbe Fenster, nur leichter einzubauen. Prüfen Sie, wann es lädt und ob es Cookies setzt.

Schalten Sie um und tippen Sie auf „Termin buchen“.

Termin vereinbaren

Verbindungen Ihres Browsers

  • praxis-beispiel.deIhre Website
  • terminanbieter.exampleschon beim Seitenaufruf
Vereinfachte Darstellung. Ob ein Buchungsfenster beim Laden auch Cookies setzt, hängt vom Anbieter ab.
Illustration: Eine ältere Frau mit Brille sitzt mit einer Tasse Tee auf dem Sofa und bucht auf dem Tablet einen Arzttermin, neben ihr schläft eine Katze.

Was bringt Online-Buchung der Praxis?

Viele Patientinnen und Patienten wünschen sich, die Praxis leichter zu erreichen: In einer Befragung des GKV-Spitzenverbands von 2024 waren 44 Prozent der Versicherten mit der telefonischen Erreichbarkeit von Praxen unzufrieden. Online buchen geht auch abends und am Wochenende, ohne Warteschleife.

Für das Team heißt das: Ein Teil der Terminanrufe fällt weg, und die Termine landen direkt im Kalender. Wie viel das ausmacht, hängt von der Praxis ab. Telefon und Empfang bleiben trotzdem wichtig, für alle, die lieber anrufen, und für dringende Fälle.

Worauf sollte die Praxis beim Einbinden achten?

  • Vor dem Klick nichts vom Anbieter laden, auch kein Logo. Ein Logo können Sie auf Ihren eigenen Server legen.
  • Mit dem Anbieter einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AV-Vertrag) schließen.
  • Den Anbieter in der Datenschutzerklärung nennen.
  • Klären, wer die Einwilligung für Erinnerungen per SMS oder E-Mail einholt und dokumentiert.
  • Ein aktuelles BSI-C5-Testat verlangen: Für Kassenpraxen schreibt § 393 SGB V das bei Cloud-Diensten für Gesundheitsdaten vor. Außerdem fragen, wo die Daten gespeichert werden.
  • Festlegen, wann Termindaten gelöscht werden.

Die Verantwortung für die Daten bleibt bei der Praxis, auch wenn der Anbieter sie verarbeitet. Und wer nicht online bucht, sollte die Praxis genauso gut per Telefon erreichen.

Zwei verbreitete Anbieter im Überblick.

Doctolib

Kann
Online-Buchung, Videosprechstunde, je nach Paket auch KI-Telefon- und Sprechstundenassistent.
Preise
Von einer kostenlosen Einstiegsversion bis 499 € im Monat je Ärztin oder Arzt (Aktionspreis), bezahlte Pakete je nach Fachrichtung ab 119 bis 139 €, inkl. MwSt., bei Jahresabo, Monatsabos auf Anfrage.
Einbindung
Knopf mit Link zum Doctolib-Profil. Das Logo-Bild lädt dabei von doctolib.de. Technisch lässt es sich selbst ablegen, ob Doctolib das erlaubt, vorher klären.
Datenschutz laut Anbieter
Server in Deutschland (Frankfurt) mit Spiegelung in Frankreich, BSI-C5-Testat (Typ 2), ISO 27001 und ISO 27701.

Dr. Flex

Kann
Online-Buchung ohne Registrierung, Abgleich mit dem Praxisverwaltungssystem, Erinnerungen, Warteliste. Rezept- und Überweisungswünsche nimmt der KI-Telefonassistent auf (eigener Tarif).
Preise
Starter 39 € im Monat plus 3,99 € je Buchung oder Flatrate ab 99 € für einen Kalender, weitere Kalender gegen Aufpreis, netto (99 € sind rund 118 € brutto), monatlich kündbar.
Einbindung
Script plus Knopf oder WordPress-Plugin. Das Script lädt beim Seitenaufruf, das Buchungsfenster erst beim Klick.
Datenschutz laut Anbieter
BSI-C5-Testat, Server in Deutschland, nur technisch notwendige Cookies.

Alle Angaben laut Websites der Anbieter, abgerufen am 14.10.2026, Stand der Prüfung 17.10.2026. Dr. Flex nennt Nettopreise, Doctolib Preise inklusive Mehrwertsteuer. Preise und Funktionen ändern sich, bitte vor Vertragsschluss prüfen. Es gibt weitere Anbieter, zum Beispiel samedi oder Jameda. Stand 17.10.2026 erhält pracio von keinem der genannten Anbieter Geld oder Provision.

So machen es pracio-Websites: Dr. Flex läuft komplett über unseren Server. Das Script lädt erst nach dem Klick auf „Termin buchen“, und auch die Buchung selbst geht über unseren Server an Dr. Flex. Die IP-Adresse Ihrer Patientinnen und Patienten geben wir dabei nicht an Dr. Flex weiter. Dr. Flex erhält die Angaben, die für die Buchung eingegeben werden, etwa Name und Handynummer. Andere Anbieter öffnen sich als Link.

Häufige Fragen zur Online-Terminbuchung.

Wie binde ich eine Online-Terminbuchung in meine Website ein?

Am einfachsten mit einem Knopf „Termin buchen“, der auf die Buchungsseite Ihres Anbieters verlinkt. Soll das Buchungsfenster direkt auf Ihrer Website erscheinen, binden Sie das Widget des Anbieters so ein, dass es erst nach dem Klick lädt. Anleitungen und Code-Schnipsel stellen die Anbieter bereit, für WordPress oft auch ein Plugin.

Wie binde ich den Doctolib-Button in meine Website ein?

Doctolib stellt einen Knopf mit Code-Schnipsel bereit, der auf Ihr Doctolib-Profil verlinkt. Das Logo-Bild des Knopfs lädt standardmäßig von doctolib.de, Doctolib erfährt dadurch von jedem Seitenaufruf. Ein einfacher Text-Link oder ein eigener Knopf vermeidet das. Ob Sie das Doctolib-Logo selbst ablegen dürfen, klären Sie am besten mit Doctolib.

Was kostet Doctolib für Praxen?

Laut Doctolib (Stand 14.10.2026) gibt es eine kostenlose Einstiegsversion und bezahlte Pakete je nach Fachrichtung ab 119 bis 139 € bis 499 € (Aktionspreis) im Monat je Ärztin oder Arzt, inklusive Mehrwertsteuer und bei Jahresabo. Monatsabos gibt es auf Anfrage. Der Umfang reicht von der Terminbuchung bis zu Paketen mit Videosprechstunde und KI-Assistenten.

Was kostet Dr. Flex?

Laut Dr. Flex (Stand 14.10.2026) kostet der Starter-Tarif 39 € im Monat plus 3,99 € je Buchung, die Flatrate ab 99 € im Monat für einen Kalender. Die Preise sind netto, auf der Rechnung kommen 19 % Umsatzsteuer dazu. Monatlich kündbar.

Brauche ich für die Online-Terminbuchung einen Cookie-Banner?

In der Regel nicht, wenn Sie nur verlinken oder das Buchungsfenster erst nach dem Klick auf „Termin buchen“ lädt und selbst keine Statistik- oder Werbe-Cookies setzt. Lädt das Fenster schon beim Seitenaufruf, kann eine Einwilligung nötig sein, vor allem wenn es Cookies setzt oder Daten für Analysen erhebt. Unabhängig von Cookies erhält der Anbieter beim Laden die IP-Adresse, auch dafür braucht es eine Rechtsgrundlage, die Sie in der Datenschutzerklärung nennen.

Brauche ich einen AV-Vertrag mit dem Terminanbieter?

In der Regel ja. Der Anbieter verarbeitet Termindaten Ihrer Patientinnen und Patienten in Ihrem Auftrag. Dafür schreibt Art. 28 DSGVO einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung vor, die Anbieter stellen ihn meist bereit. Bei Portalen mit eigenem Patientenkonto ist der Anbieter für das Konto teils selbst verantwortlich. Achten Sie außerdem darauf, dass der Anbieter seine Mitarbeitenden zur Verschwiegenheit nach § 203 StGB verpflichtet.

Wer ist verantwortlich, wenn beim Terminanbieter etwas schiefgeht?

Die Praxis bleibt für die Daten ihrer Patientinnen und Patienten verantwortlich, auch wenn ein Dienstleister sie verarbeitet. Deshalb lohnt es sich, AV-Vertrag, Speicherort und Zertifikate vorher anzusehen.

Was muss in die Datenschutzerklärung, wenn ich Online-Termine anbiete?

Nennen Sie den Anbieter, wofür die Daten verarbeitet werden, die Rechtsgrundlage und wie lange Termindaten gespeichert werden. Lädt das Buchungsfenster erst nach einem Klick, beschreiben Sie auch das. Rechtstexte-Dienste haben dafür meist fertige Bausteine.

Wie lange bin ich an einen Terminanbieter gebunden?

Das ist sehr unterschiedlich: Manche Anbieter sind monatlich kündbar, andere arbeiten mit Jahresverträgen. Prüfen Sie vor Vertragsschluss Laufzeit und Kündigungsfrist und klären Sie, wie Sie Ihre Termindaten bei einem Wechsel mitnehmen.

Kann ich Online-Termine nur für bestimmte Patientinnen und Patienten freigeben?

Ja, viele Systeme können Online-Termine auf Bestandspatientinnen und -patienten oder bestimmte Terminarten beschränken. Benennen Sie Terminarten eindeutig und nennen Sie Kosten von Selbstzahlerleistungen vor der Terminwahl.

Welche Alternativen zu Doctolib gibt es?

Es gibt mehrere Anbieter für Online-Terminbuchung in Arztpraxen, zum Beispiel Dr. Flex, samedi oder Jameda (Terminbuchung in den kostenpflichtigen Profilen). Sie unterscheiden sich bei Preis, Anbindung an das Praxisverwaltungssystem, Zusatzfunktionen und Einbindung in die Website. Vergleichen Sie vor allem, ob die Buchung zu Ihrem Praxisverwaltungssystem passt.

Lädt Ihre Terminbuchung schon beim Seitenaufruf?

Der Website-Check zeigt, welche fremden Dienste Ihre Seite lädt, bevor jemand zugestimmt oder geklickt hat. Das Ergebnis sehen Sie nach wenigen Sekunden. Eine E-Mail-Adresse ist nicht nötig.

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Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam auf Ihre Seite und klären, was sie braucht und was nicht.

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